Dampf ablassen und entspannen... Ein Tag im Chaos

Donnerstag, 15. November 2012

Ihr kennt das sicher auch, es gibt so Tage, da fragt man sich, warum man nicht einfach im Bett geblieben ist! Heute war so ein Tag...

Angefangen hat alles morgens, als ich gerade 2 Minuten im Bad stand und mich fertig machen wollte. Völlig übermüdet und grad mit dem linken Auge mit Lidschatten beschäftigt, war plötzlich Radio und Licht weg. *Zapp* und ich stand im Dunkeln.

Mist, warum hab ich denn überhaupt Lidschatten benutzte, hab ich mich gefragt. Und dann auch noch ne dunkle Farbe... Am Fenster wars auch noch viel zu dunkel und mit Kerzenlicht hat es auch nicht so richtig geklaptt, also gabs heute mal ne Runde Blindschminken. Ich musste schließlich ordentlich aussehen, weil die Chefs derzeit im Hause sind und wir da immer hergerichtet sein müssen.

Nachdem ich mein Gesicht mehr oder weniger präzise vorzeigetauglich hinbekommen habe, habe ich im Dunkeln nach zusammenpassender Kleidung gesucht. Taschenlampen haben wir leider nicht im Haus. Muss ich demnächst unbedingt ändern.

Beim Anziehen fuhren draußen vor dem Fenster noch Straßenbahnen und Busse. Fuhren. Als ich dann draußen stand leider nicht mehr. Ich habe mir also 30 Minuten in der Eiseskälte die Beine in den Bauch gestanden. Hätte ich gewusst wie lange ich warten muss, hätte ich auch noch ne Kaffee vom Bäcker holen können, die haben nämlich noch ne altmodische Filterkaffeekanne...

Jedenfalls war die Ampelanlage ausgefallen, was an meiner Kreuzung zu mittelschwerem Chaos und einigen Polizei und Krankenwageneinsätzen geführt hat. In der Arbeit anrufen ging auch nicht. Deren Telefon ist dank dem Stromausfall, der wirklich die ganze Stadt betroffen hat, auch tot gewesen... mein Handy, das über Nacht laden sollte, hat dies nicht getan und ist nach drei vergeblichen Anrufversuchen auch ausgegangen. Immerhin kam dann endlich eine viel zu überfüllte Tram...

Tramfahren war auch ein Ereignis, denn da alle Ampeln ausgefallen sind mussten wir immer warten, ob uns die Autos auch fahren lassen. 

Beim Umsteigen in den Bus gab es erstmal keine Komplikationen und ich hatte noch die Hoffnung, dass ich es immerhin halbwegs pünktlich schaffen würde. Ich fahre immer mit 30 Minuten Zeitpuffer. Zu früh gefreut. Ich habe 1,5h im Bus verbracht, davon 1h stehend und eingequetscht.

Der Bus, den ich nehme muss an 4 Schulen vorbei und über zwei Autobahnzubringer. Dort auch alle Ampeln ausgefallen. Polizei versucht hilflose Schulkinder heil über 4 Spuren zu bringen und der Busfahrer und ein Netto-Markendiscount LKW-Fahrer streiten über die Vorfahrtsregelung, wo bei es sich nur um das Vorrecht von einem halben Meter gehandelt hat.

Nach etwas mehr als zwei Stunden bin ich endlich in der Arbeit angekommen. Aber eigentlich hätte ich auch wieder fahren können. Es ging -richtig- nichts. Die automatische Feuerschutztür hat geschlossen gehabt. Die Telefone waren tot, unsere Server, die auch noch im Ausland stehen haben Fehlermeldungen angezeigt, das Kopiergerät hat sich immer noch nicht ganz von diesem Schock erholt und das Internet ging sowieso nicht. Immerhin ging die Kaffeemaschine wieder als der Strom wieder da war... ein schwacher Trost...

Gegen Mittag endlich alles wieder halbwegs am Laufen ist die Hotline, die ich nebenbei betreue heiß gelaufen (wir eröffnen die allererste Filiale am Montag). Leider hatte ich heute fast nur verärgerte Leute am Apparat. Und ganz ehrlich, ich habe ja schon viel erlebt und jahrelang mit schwierigen Menschen kommuniziert, aber heute hat alles getoppt. Es gibt wirklich grundschlechte Menschen. Ich dachte immer, jeder ist innen drin irgendwo ein bisschen weich und ein guter Mensch. Nein, wohl doch nicht.

Ich habe mich wirklich noch nie aus dem Nichts heraus so beleidigen und heruntermachen lassen müssen. Ich meine, ich gehe nur ans Telefon und beantworte Fragen zu unseren Studios. Keine schlimmen Inkassofälle oder sonstige Telefonspäßchen, aber heute, ich sage Euch, es gibt sie. Die Leute, die nicht nur ihre schlechte Laune und ihren Frust loswerden wollen. Die Leute, die so unverschämt sind, wie man es sich in seinem schlimmsten Albtraum nicht vorstellen könnte. Wir hatten Schulungen und dort haben wir überspitzte, quasi nie vorkommende Fälle geübt. Heute das war nichts dagegen...

Wenn man sich so was auch noch mit hämmerndem Schädel und Fieber antun muss, weil man gerade eine waschechte Grippe ausbrütet. Das gibt einem echt den Rest!

Naja, ich habe den Tag überstanden und bin auch in nur 1,5h wieder Heim gekommen auf dem Rückweg. Jetzt sitze ich hier und mache mir erstmal meine derzeitige Lieblings-Yankee-Candle "Blissfull Autumn" an und relaxe... Das Wochenende und die nächste Woche werden noch lang. Drückt mir die Daumen, dass solche Leute nicht bei uns Mitglied werden...


Und weils so wenig Bilder in diesem Post gab, hier nochmal meine liebsten Herbst-Yankees und die eine Teelichtempfehlung für Eure Duftkerzen. Die 6-Stunden-Lichte von dm brennen wirklich länger und sehen auch einzeln besser aus, weil sie kein hässliches Aluminium drum herum haben und sehr schön warmes Licht spenden.
In diesem Sinne: Einen entspannten Abend noch!

Kommentare:

  1. Ohje, euch Münchner hat es heute ja schlimm erwischt. Mit einer unserer Außendienstmitarbeiterin hatte ich heute in der Früh einen Termin über Teamviewer... Nunjo. Hat nicht so geklappt wie wir uns das vorgestellt haben.

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  2. Ja, das war was! Teamviewer war bei uns auch geplant, weil wir immer mit Österreich und der Schweiz kommunizieren müssen, aber es ging nichts! Mittlerweile (es ist 23:23 Uhr) geht die Ampel an unserer Kreuzung auch wieder.

    Ich finde es nur heftig, wie alle völlig am Rad gedreht haben ohne Strom. Im Bus hinter mir haben zwei Muttis ganz besorgt diskutiert was sie ihren Kindern nach der Ganztagsschule zu Abend kochen. Es war aber erst kurz nach 7 morgens und man kann doch auch einfach mal ein Butterbrot essen! Ich glaub einen Krieg würden wir wohl nicht so gut überstehen... ;)

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